Filter für die Infusionstherapie

Infusionsfilter für die Arzneimittel-Verabreichung und parenterale Ernährung

Mit der Weiterentwicklung medizinischer Behandlungen sind auch die Infusionstherapien komplexer geworden, insbesondere auf den Intensivstationen. Immer mehr Patienten erhalten komplexe und intensive Behandlungen, die mit kritischen Beeinträchtigungen der Vitalfunktionen einhergehen. Diese führen häufig zu einer Verschlechterung der Mikrozirkulation in den lebenswichtigen Organen.

Bei einer intravenösen Infusionstherapie gelangen mit der Infusionslösung täglich bis zu 10 Millionen Partikel mit einer Größe von mehr als 2 μm  in den Blutkreislauf der Patienten.1,2

Die Bedeutung der Infusionsfilter

Partikelrückhaltung

Infusionsfilter (0,2 μm Porengröße) können eine bedeutende Rolle bei der Vermeidung von Verunreinigungen spielen, wenn sie in ein Point-of-Care-Infusionssystem integriert werden, um dort effektiv vor Partikeln zu schützen. Mehrere Studien haben belegt, dass die mit Partikeln verbundenen Komplikationen durch die Verwendung von Infusionsfiltern deutlich verringert werden können.3, 4

Luftabscheidung

Infusionsfilter sind zur zusätzlichen Sicherheit mit einer hydrophoben Membran für die Abscheidung von Gasbläschen aus Infusionslösungen ausgestattet. Das Risiko einer Gasembolie kann hierdurch erheblich gesenkt werden.

Entfernung sehr großer Lipidtröpfchen

Lipidfilter (1,2 μm Porengröße) vermeiden den Eintritt sehr großer Lipidtröpfchen in die Infusion, schützen so vor einer Fettembolie und verringern die Partikelkontamination.

Abscheidung von Bakterien und bakteriellen Endotoxinen

Infusionsfilter mit einer positiv geladenen 0,2-µm-Membran scheiden Bakterien und die damit verbundenen Endotoxine ab.

Im Blickpunkt

Video mit der Präsentation neuer Daten zu potenziellen Gefahren von Partikeln bei der Infusionstherapie. Video abspielen...

1. Backhouse et al. (1987): Particulate contaminants of intravenous medications and infusions. J Pharm Pharmacol, 39 : 241–245
2. Kirkpatrick (1988): Particulate matter in intravenous fluids the importance for medicine. Krankenhauspharmazie, 9 (12): 487–490 
3. van Lingen et al. (2004): The use of in-line intravenous filters in sick newborn infants. Acta Paediatr, 93 : 658–662
4. Schaefer et al. (2006): Partikel in der Infusionstherapie - das unterschätzte Risiko-Nierenersatztherapie und HLM? Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung, 2 / 2006
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Wissenschaftliche und technische Details
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