Arsenabscheidung aus Trinkwasser mit Pall-Filtrationstechnologie

Senkt gemäß EPA-Normen Arsengehalt auf einen Wert unter der Nachweisgrenze ab

East Hills, NY (USA) (6. Dezember 2005) – Städtische und kommunale Wasserversorger sind derzeit voll damit beschäftigt, die am 23. Januar 2006 ablaufende Frist der US-Umweltschutzbehörde (EPA) zur Reduktion des Arsengehalts im Trinkwasser zu einzuhalten.  Mit der neuen Regelung wird der maximal zulässige Grenzwert für Arsen im Trinkwasser auf 10 Teile pro Milliarde (ppb) abgesenkt.  Pall Corporation (NYSE:  PLL) gab heute bekannt, dass sich ihre Membranfiltrationstechnologie gemäß einer Prüfung des NSF International Drinking Water Systems Centers, einem Partner des Environmental Technology Verification Program der EPA für das Abscheiden von Arsen aus Trinkwasser eignet.  Die Ergebnisse dieser unabhängigen Leistungsprüfung belegen, dass das Pall AriaTM-Mikrofiltrationssystem Arsen auf einen Wert unter der Nachweisgrenze reduzieren kann (unter 2 ppb) und somit die EPA-Norm bezüglich der Schadstoffhöchstwerte in Trinkwasser noch übertrifft.  Es ist die erste Mikrofiltrationstechnologie, bei der eine ausreichende Reduktion von Arsen gemäß den neuen EPA-Vorschriften bestätigt werden konnte.

„Viele Gemeinden im ganzen Land sehen sich außerstande, die neuen Trinkwasserstandards zu erreichen, oftmals wegen der hohen Kosten“, sagt Jeff Seibert, Vorsitzender von Pall Water Processing.  „Mit dem Pall Aria-System steht diesen Kommunen nun eine bewährte und kostengünstige Lösung zur Verfügung, mit der die Vorgaben erreicht werden können, was der öffentlichen Gesundheit zugute kommt.“

Das Pall Aria-System wurde landesweit in mehreren Gegenden mit hohem Arsengehalt im Wasser getestet.  In Fallon, Nevada, betrug der Arsengehalt 160 ppb. Nach der Behandlung mit dem System sank der Arsengehalt mit weniger als 2 ppb unter die Nachweisgrenze.  Ermutigt von diesen Ergebnissen hat sich die Volksgruppe der Paiute-Shoshonen in Fallon dafür entschieden, die neuen EPA-Normen mithilfe des Pall Aria-Systems zu erreichen und so die Verbraucher vor dem giftigen Arsen zu schützen.

In den USA gibt es ca. 4.100 kleine und kommunale Trinkwasserversorgungssysteme, die gemäß der neuen Norm von zu hohen Arsenwerten betroffen sind. Die meisten davon versorgen weniger als 10.000 Menschen mit Trinkwasser.  Nach dem neuesten EPA-Bericht müssen bei etwa 3.000 (5,5 %) der landesweit 54.000 kommunalen Wasserversorgungssystemen sowie weiteren 1.300 nicht-kommunalen Wasserversorgungssystemen Maßnahmen zur Reduktion des Arsengehalts im Trinkwasser ergriffen werden. 

Die Membranfiltrationstechnik setzt sich bei der Bereitstellung von sicherem Trinkwasser immer stärker durch.  Große und kleine Kommunen auf der ganzen Welt nutzen bereits das Pall Aria-System, um das Trinkwasser frei von gesundheitsgefährdenden Pathogenen, darunter Kryptosporidien- und Giardienzysten sowie Oozysten, zu halten.  Dank der neuen Prüfung sind diese Kommunen nun in der Lage, ihr Trinkwasser kostengünstig von Arsen und Parasiten zu befreien.  Das Pall-System wird zudem von einer Vielzahl von Industriebetrieben verwendet, um Abwasser aufzubereiten und so eine Verunreinigung der Trinkwasserversorgung mit Arsen zu verhindern.

Anders als bei anderen Methoden zur Arsenabscheidung, z. B. Umkehrosmose oder Adsorptionsmedien, handelt es sich bei der Membranfiltration um eine kostengünstige, langfristige Lösung.  Es fallen weder hohe anfängliche Investitionskosten noch hohe Betriebskosten an. Auch die Filtermedien müssen nur selten erneuert bzw. nachgekauft werden.  Für einen ordnungsgemäßen Betrieb des Pall Aria-Systems müssen dem Wasser lediglich Koagulantien auf Eisenbasis sowie Eisenchlorid zugesetzt werden.  Das schädliche Arsen wird von positiv geladenen Eisenhydroxidpartikeln adsorbiert und dann durch Mikrofiltration abgeschieden.

„Mit der Bestätigung der Eignung für die Arsenabscheidung eröffnet sich Pall Water Processing ein völlig neuer Markt, der derzeit zu den am schnellsten wachsenden Geschäftsfeldern der Pall Corporation zählt. Im vergangenen Jahr konnten wir unsere Verkäufe an städtische und kommunale Wasserversorger um 26 Prozent steigern“, fügt Jeff Seibert hinzu. 

Gebiete mit hohem Arsengehalt und Probleme für die öffentliche Gesundheit
Die Arsenwerte in den USA sind starken regionalen Schwankungen unterworfen.  Obwohl es einige geographische Hot Spots gibt, werden die höchsten Arsenwerte in den Vereinigten Staaten größtenteils in Staaten westlich der kontinentalen Wasserscheide vorgefunden.  Mehrere Staaten in New England, wie New Hampshire und Maine, geben jedoch ebenfalls an, dass bis zu 30 % respektive 14 % der jeweiligen Systeme in der öffentlichen Wasserversorgung Arsenwerte oberhalb der neuen Richtlinie aufweisen.

Arsen kommt natürlich in den meisten Wasserquellen vor und ist geruchlos, geschmacklos und farblos.
Arsenquellen können zudem in der Holzbehandlung, dem Einsatz von Pestiziden, der pharmazeutischen Herstellung und diversen Industrieanlagen liegen.  Ungeachtet der Quelle des Arsens muss diese Substanz entfernt werden, um Gesundheitsrisiken zu eliminieren.

Laut der National Academy of Science (NAS) kann Arsen im Trinkwasser Krebserkrankungen in Blase, Lunge und Haut verursachen und wird zudem mit Krebserkrankungen der Niere und Leber in Zusammenhang gebracht.  NAS-Studien kamen zudem zu dem Schluss, dass Arsen das zentrale und periphere Nervensystem und die Herz- und Blutgefäße schädigt und zudem zu Geburtsdefekten und Fortpflanzungsproblemen führen könnte.

Die neue EPA-Richtlinie bezüglich Arsen, die im Februar 2002 in Kraft trat, wurde als Reaktion auf diese Problematik der öffentlichen Gesundheit entwickelt. Wassersysteme mussten bis zum 23. Januar 2006 auf diese Richtlinie umgestellt werden, die die Höchstwerte für Arsen im Trinkwasser von 50 ppb (50 Mikrogramm pro Liter) auf 10 ppb (10 Mikrogramm pro Liter) verringerte.  Einige Bundesstaaten, wie Kalifornien und New Jersey, haben striktere Richtlinien eingeführt als die Bundesgesetzgebung und erlauben nur geringere Arsenhöchstwerte von 4 ppb beziehungsweise 5 ppb.

NSF International betreibt in Zusammenarbeit mit der EPA im Rahmen des Environmental Technology Verification (ETV) Program das Drinking Water Systems Center.  Das NSF Drinking Water System Laboratory bietet unabhängige Leistungsevaluationen von Trinkwassertechnologien an.

Die Pall Corporation
Die Pall Corporation ist der weltweit führende Filterhersteller in dem schnell wachsenden Markt der Filtration, Separation und Purifikation.  Das Unternehmen Pall gliedert sich in die beiden Geschäftsbereiche: Life Sciences und Industrie.  Das Unternehmen bietet Produkte auf dem neuesten Stand der Technik an, um die Nachfrage der Kunden in den Bereichen Biotechnologie, Pharmazeutik, Transfusionsmedizin, Halbleitertechnik, Wasseraufbereitung, Raumfahrtindustrie und auf anderen kommerziellen Märkten zu befriedigen.  Die Umsatzerlöse des Unternehmens im Geschäftsjahr 2005 betrugen 1,9 Milliarden US-Dollar.  Der Hauptsitz des global agierenden Unternehmens befindet sich in East Hills, New York. Besuchen Sie Pall auf http://www.pall.com

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